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Mexiko-Berlin, Berlin-Mexiko: Transkultureller Austausch

Ein Abend geprägt vom Austausch. Zwischen Mexiko-City und Berlin, zwischen  verschiedenen sozialen und gesellschaftlichen Hintergründen, zwischen MENSCHEN. Gemeinsam mit unseren mexikanischen Gästen wollen wir uns einer transkulturellen Wirklichkeit annähern, anhand von Erfahrungen und Eindrücken in und um Neukölln (und dem Rest der Welt). Gemeinsam werden wir hierzu einen Film sehen, der auch genau dort spielt und von dem Kampf um das Bleiberecht einer libanesischen Familie handelt, aber auch von Identität, der Willkür der deutschen Abschiebepraxis und Musik. Einen anregenden Raum für weiteren Austausch bieten eine leckere Vokü, sowie Fotos von einem vorangegangenen Austausch aus Mexiko-City.

Die Veranstaltung ist Teil einer Mexiko-Woche um den Alice-Salomon Award herum, der dieses Jahr an zwei mexikanische Aktivistinnen verliehen wird.

Berlin Mexiko

Was der Abend bietet:

  • Film
  • Spannende Diskussionen
  • Interessanter Austausch jenseits der Kulturen
  • Leckere Vokü
  • Fotopräsentation Mexico City

Beginn: 17:00 Uhr

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48 H Neukölln Archive

Raum für nachhaltige Verdrängung / 48 Stunden Neukölln

Raus aus der Realität, rein in die Wirklichkeit!

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Ida Nowhere wird für 48 Stunden zur sozialen Katharsis, zur Stadt in der Stadt zur überwundenen Krise, zum Ei im Kolumbus. Es wird geschachert, gescheitert und protestiert, betrogen, geschworen und manipuliert.
Die Gäste haben die Möglichkeit selbst als Großinvestor eine Autobahn, ein Einkaufszentrum oder ein Milliardengrab auszuheben – jedoch sollte man sich auf Widerstand gefasst machen! Denn die Mitstreiter_innen verfolgen unter Umständen ganz andere Ziele und werden Ihnen Steine in den Weg legen: von der Spontan-Demo bis zur Sitzblockade – die Menschen wechseln ihre Perspektiven, wie manche Leute Ihre Unterwäsche, und schlüpfen so in neue Rollen.
Wer es schafft Räume erfolgreich zu gentrifizieren, oder erfolglos selbiges verhindert, wird mit einem Ticket in Idas Wunderland belohnt. Dort ist vieles anders: Investoren schaffen Gemeinwohl, Banken teilen, das Geld wächst auf der Straße, gedüngt von Hundkot in zu 99% abbaubaren Beuteln. Im Bunga-Bunga-Zirkus tanzen nackte Tatsachen und Berluskowsky wird der Chef-Grillo. Die Akteure – also Sie & Du – können in selbstgeschaffener Atmosphäre Kleinst-Performances erleben und dabei ihre Ausdrücke eindrücken, sowie Pläne zur Verdrängung der parallelen Wirklichkeit schmieden.
Bei einem Freibier aus dem Fingerhut planen wir nachhaltige Weltrevolutionen, oder auch nicht – denn nicht jeder Perspektivenwechsel ist ein Erfolg, manchmal muss man eben in das saure iPad beissen und wird zum Spülen verdonnert.
Kommen Sie vorbei und zeigen Sie Berlin wie man Flughäfen richtig macht!

Spielen Sie Idas offizielles Browserspiel zum Event:


Für Sie geöffnet zu folgenden Zeiten:

  • Fr., 14. Juni: 19 – 22h
  • Sa., 15. Juni: 14 – 22h
  • So., 16. Juni: 14 – 19h

PROGRAMM IM WUNDERLAND:

Freitag 14. Juni

  • 20:00 – 22:00 Uhr:
    coming soon…

Samstag 15. Juni

  • 15:00 – 17:00 Uhr:
    Pedro Oliveira “I Buried Paul”
    IBP is the musical monster of Pedro Oliveira, a brazilian designer and musician currently based in Berlin. Guitar Textures meet David Lynch-like soundscapes, with a hint of bad vibes. Paul is dead and smells funny.
    http://iburiedpaul.bandcamp.com
  • 17:00 – 18:30 Uhr:
    coming soon …
  • 19:00 – 21:00 Uhr:
    Valentin Peitz & Wera Buck
    kurz-info: multimedial performance (lackiertes Holz, Stoff, Kunsthaar, Schraube)
  • 21:00 – 22:00 Uhr:
    coming soon

Sonntag 16. Juni

  • 15:00 – 17:00 Uhr:
    Hannes Hölzl – “digitale Vergessen” – Datenreinigung: ein Dienstleistungsberuf mit Zukunft.
    multimediale Vorstellung eines Berufsbildes mit dem neuen Blick auf Vergangenes.Es gibt noch 30’000 Ordner aufzuräumen beim Datendienst Detmold. Diesmal stammt die Festplatte von Gastprofessor Hoelzl von der UdK: hunderte Stunden Audiomaterial, tausende Bilddateien; fast alles unveröffentliches Originalmaterial; man darf gespannt sein.
  • 17:00 – 19:00 Uhr:
    Georg Friedrich Kammerer
    “Georg Friedrich Kammerer liest erotische Sonette von Friedrich Schlegel”
  • immer wieder:
    Kinobox
    presented by Julius Lankes, Larissa Tyroller und Zora Rux

Realisiert mit finanzieller Beteilgung des Bezirksamts Neukölln

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“Wer zuerst von toten Hasen spricht, verliert” von Jule D. Körber und Stephan Phin Spielhoff

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Am 8. Juni um 19 Uhr feiern wir die Veröffentlichung des Erzählbandes von „Wer zuerst von toten Hasen spricht, verliert“ mit Kurzgeschichten von Jule D. Körber und Stephan Phin Spielhoff.

Auf 124 Seiten schreiben die beiden Autoren Geschichten über das Verschwinden und die Suche danach. Sie schreiben über Menschen, die erkennen, dass alles um sie herum immer weniger wird, nur sie selbst nicht. Es sind Geschichten über Wunden, die nicht heilen und Geister, die nicht gehen. Und über das, was bleibt: Ein Rest Hoffnung, der vielleicht an der nächsten Bushaltestelle wartet.
Der Literaturkritiker Jan Fischer meint dazu: „Die zwei Autoren schwimmen in ihren Texten durch zauberhafte Erzählwelten, eigenartig schräg zur Realität verkantet. Traurig und lustig, skurril und bitterwahr: Alles ist dabei.“

Kommt vorbei und feiert mit. Es gibt Petit Fours, Whiskey und eine Lesung mit Stephan Phin Spielhoff, moderiert von Lara Sielmann.

Geöffnet ab 18 Uhr.

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Stephan Roiss

Roiss-Kunstbild1_web“GRAMDING”  – LESUNG von STEPHAN ROISS

Geb. 1983. Arbeitet beim Freien Radio in Linz / Österreich, macht Literatur, performative Faxen und schräge Musik (z.B. bei Fang den Berg). Veröffentlichungen, Auszeichnungen, Auftritte, bla, ja, gabs.
Lesen wird Stephan Roiss aus seiner kürzlich erschienenen Erzählung “Gramding” (Bibliothek der Provinz). Inhalt: Zivildienst im Altersheim, also sterbenwiefliegenaberlustig.

www.stephanroiss.at

(Foto: Harald Wohlschläger / “Bearbeitung”: S.R.)
TEXTAUSZUG

Geplant habe ich meine Reise so, wie gute Reisen geplant werden: gar nicht. Wohin zuerst? Keine Ahnung. Wohin dann? Egal. Datum der Rückkehr? Wer sagt, dass ich überhaupt zurückkomme. Nun, da das Ende meines Zivildienstes nahe ist und Natalie mich verlassen hat, hält mich nichts mehr hier und nichts mehr zurück. Dachte ich mir.
Doch dann kam der Anruf. Mit einem Satz platzierte Natalie ein Damoklesschwert über mir: “Wolfgang, kann sein, dass wir ein Baby bekommen.”

Ich werde Vater.
Ich werde nicht Vater.
Ich werde Vater.
Ich werde nicht Vater.
Ich werde in einer Einbauküche stehen, um Schnuller auszukochen.
Ich werde um den Globus jagen und jeder Tag wird ein Abenteuer sein.
Ich werde –

 

REZENSIONEN

Der Erzähler vermittelt über die soziale Anklage hinaus sprachlich und narrativ klug die Spannungen beim Kampf um Eigenständigkeit, den Junge wie Alte führen. Er oszilliert zwischen kaltem Selbstschutz und Empathie, zwischen Tragik und Komik. Das Altern und der damit einhergehende Kontrollverlust ist derzeit ein großes Thema in der Kunst. Roiss’ Text stellt dazu einen wertvollen Beitrag dar und ist weit mehr als nachgetragene Jungmänner-Befindlichkeitsprosa zur Wehrpflichtsdebatte.
(Rezension Kulturbericht Oberösterreich)

“‘Ist nur a Gschichtl.’, sagt der Roiss. Was lernen wir aus der Geschichte? Gebt dem Roiss Zeit und Geld und er schreibt uns einen unfassbaren Roman!
(Rezension KAPUzine)

Stephan Roiss hat mit Gramding einen wohlkonstruierten und wohlklingenden Erzählband vorgelegt.
(Rezension KUPFzeitung)

 

2013-06-01_stephan_roiss

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Urban Cardboardification

Liebe Alle!
Höret und glaubet aber nicht alles:

Ida Nowhere wir zur sozialen Katharsis, zur Stadt in der Stadt,
zur überwundenen Krise, zum Ei im Kolumbus zum Work im Shop:

Ihr habt die Möglichkeit selbst eine Autobahn, ein Einkaufszentrum oder ein Milliardengrab auszuheben – oder für die Spontan-Demo Banner vorzubereiten (spontan ist, wer gut vorbereitet ist). Kommet vorbei und zeigt Berlin wie man Flughäfen richtig macht!

Wir bauen mit Euch zahlreiche Gentrification Supplies für ein goldenes Morgen aus Altpapier! Und Du kannst dabei sein: Am Samstag, den 25. Mai ab 14:00 Uhr geht´s los und dann weiter bis in die Papierpuppen. Am Ende sollen viele schöne Papp-Lidls, Papier-Aldis und Kartonagen-Kotparks Euer Auge erfreuen!
Denn: die geschaffenen Werke werden ein Teil von Idas Beitrag „Raum für nachhaltige Verdrängung“ beim Kunstfestival 48h Neukölln. Mehr Infos dazu erhaltet Ihr hier: https://www.ida-nowhere.com/?p=7105 oder in der internationalen Presse.
Es gibt bestimmt auch was zu futtern.

Keine Zeit, muss Kleister rühren,
Eure Ida.

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NIETZSCHE_meese_metabolismus*

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∞ dadaistisches bauhaus ∞ und ∇ dada_gesellschaft_∆_aleph1 lädt ein zu

hiob rasten in: NIETZSCHE_meese_metabolismus*

Ausstellung mit hergestellt gefundenen zuständen und Live-Performance

Eine einmalige Gelegenheit des SupraDadaismus!

Seid dabei und höret wenn vom Schandstand proklamiert wird, der Zustand Meese betrachtet wird und Unwissenheit als Wahrheit postuliert wird. Dilettantismus ist Gebrauchswert.
Aufklärung, Widerspruch und Störung sind herzlichst wilkommen! Die Zitathölle sind die anderen….

Nieder die Kunst – Dilettanten erhebt Euch gegen die Kunst!” (Plakatparolen 1920)

mit Special Guests:
* Stuhlio Iglesias [live in Concert]
* Gernot Untergruber ließt Gernot Untergruber

Bühne: Lena Schorno, Simea Menzel und hiob rasten

am Samstag, 18.05.2013!

geöffnet ist ab 18 Uhr.
Programmbeginn: 20.00

dada_flyer_2013_web

*unsinn umklammert sinn in ∞
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VOM NEGATIV ZUM POSITIV

Workshop

VOM NEGATIV ZUM POSITIV
Sei dein eigener Fotoautomat

Am 20. & 21. April 2013 habt ihr die Möglichkeit bei Ida Nowhere die Photografie vom Motiv bis zum Abzug zu erfahren. Zieh mit einem Photografen durch den Kiez, lerne deinen Film zu entwickeln und mache selbst Abzüge deiner Bilder.

ANMELDUNG

  • Wo?
    Ida Nowhere, Donausstr. 79, 12043 Berlin
    (Öffnungszeiten: Donnerstag: 17.00 – 22.00 Uhr und Samstags: 14.00 – 22.00 Uhr)
  • Wie viel?
    Unkostenbeitrag: 25 Euro (im Preis mit inbegriffen ein SW-Kleinbildfilm, Chemikalien und 3 Blatt A4 Papier)
  • Wie?
    Einfach an einem der oben genannten Tage vorbeikommen, an der Bar fragen und beim Rest helfen wir.
  • Bis wann?
    Anmeldefrist: 7. April 2013, es sind nur acht Plätze verfügbar
  • Das braucht ihr:
    Eine analoge Kleinbildkamera

DETAILS ZUM WORKSHOP

1. Photographie

Ein professioneller Photograph bringt dir die Grundlagen (analoger) Schwarz-Weiss-Photographie bei. Angefangen bei Grundlagen wie Einstellung von Blende, Belichtungszeit und Fokus, über praktische Themen wie Motivwahl, Arbeit mit Licht und Bildkomposition, bis zu fortschrittlicheren Themen wie der Erstellung von Serien.

Beide Photographen werden mit einem Rahmenthema arbeiten, näheres zu den Themen bald hier.

2. Filmentwicklung

Wenn der Film voll ist, geht es erst los! Im zweiten Teil des Workshops zeigen wir dir, wie du deinen Film selbst entwickelst und führen dich in die chemischen Grundlagen der Schwarz-Weiss-Entwicklung ein.

3. Bildauswahl & Analyse

(nähere Infos bald)

4. Fotoentwicklung

Vom Film zum Abzug: Im vierten Teil gehts darum wie aus dem Negativ ein Positiv wird. Anmischen der Chemie, Verwendung eines Vergrößerers und nicht zuletzt die Entwicklung des Abzuges schließen den Workshop ab. Denn am Ende steht immer noch: dein eigenes Bild.

BEGLEITPROGRAMM

Kaffeekränzchen

Damit für ausreichend Stärkung nach dem 1. Teil gesorgt ist, gibt es am Samstag eine Stunde lang Kaffee und Kuchen bevor es mit der Filmentwicklung weitergeht.

Abendprogramm

Wer nach der Filmentwicklung noch nicht genug hat, kann gerne bei der Ida bleiben. Wie jeden Samstag gibt es auch diesmal ein musikalisches Abendprogramm, für die Hungrigen steht VoKü (Volksküche) auf dem Herd und für Getränke (gegen Spende) ist ebenfalls gesorgt.

Tauschfrühstück

Eine geliebte Tradition bei Ida Nowhere, ist das Tauschfrühstück so simpel wie schön: jeder bringt was mit, alle haben zu Essen. Teilnahme ist nicht verpflichtend, wer nicht kommt ist selbst Schuld.

ABLAUF / ORGANISATORISCHES

Samstag, 20.04.

  • Treffen um 11.30 in der Ida Nowhere, Donaustr. 79, Neukölln
  • 12-15 Uhr Photographie
  • 15-16 Uhr Kaffeekränzchen
  • 16-19 Uhr Filmentwicklung
  • ab 20 Uhr Abendprogramm mit Volksküche und musikalischer Untermalung

Sonntag 21.04:

  • um 11 Uhr Tauschfrühstück
  • 12-15 Uhr Bildauswahl und Analyse
  • 15-19 Uhr Fotoentwicklung


Anmeldung bitte an:  duka [ät] ida-nowhere.com

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Babykiller (live)

Martina Müller a.k.a babykiller, ist in Schweden geboren und aufgewachsen und hat ihre eigene Musik geschrieben seitdem sie 10 war. In der Schule hat sie in einer Band gespielt aber erst seitdem sie vor ungefähr zwei Jahren nach Berlin gekommen ist, hat sie angefangen mit ihrer Gitarre und ihrer selbstgeschriebenen Musik aufzutreten. Mit einer ehrlichen Stimme und sanftem Sound, reflektiert sie über Gefühle und die Welt um sie herum.

Wem das noch nicht genug ist, der kann sich schonmal mit ein paar Liedern auf Soundcloud einstimmen: https://soundcloud.com/bkiller-1

Konzert ab 20h

martina_mueller_web

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Pieces of Berlin feiert 3 Jahre Geburtstag

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Pieces of Berlin feiert Geburtstag im beloved Ida Nowhere!
Das Fotoblog dokumentiert die Veränderungen und das Treiben auf Berlins Straßen.

Zu sehen wird’s eine feine Selektion aus den letzten 3 Jahren geben,
unter anderem zum ersten Mal die Pieces of Berlin “Dead Places” in Idas Keller Gemächern.

Seit 2010 wird versucht einen Querschnitt durch den Berliner Alltag zu legen.
Das soll mit einer feinen Selektion gezeigt und gefeiert werden.

http://piecesofberlin.com

Doors open 18:00 :)

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Kevin Kuhn

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Öffnungszeiten: ab 18.00 Uhr gibt es Vöku von LAura und LAra! Dann Lesung um 20.OO Uhr. JUHU!

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Kevin Kuhn ließt aus seinem Debütroman “Hikikomori”.

Das Klebeband brachte sich leicht an. Für mich, der ich in der Dunkelheit lebe, gibt es außerhalb nichts mehr. Alles verblasst. Man muss nur die Tür hinter sich zuziehen, und schon ist man auf der Schwelle zu einer anderen Welt. Zu der Welt, die man in sich trägt, die von der Außenwelt unterdrückt wurde, der man die Luft zum Atmen nahm.” (aus “Hikikomori”)

Moderation: Laura Klatt (Spielhoff&Klatt – Agentur für literarische Veranstaltungen)

Der Debütroman von Kevin Kuhn trägt den japanischen Titel Hikikomori – das meint den gesellschaftlichen Rückzug, das Einschließen in einem Raum, über Wochen, Monate oder Jahre. Doch diese Form der Abschottung ist schon lang kein japanisches Phänomen mehr, es ist eine stille Verweigerung, egal wie das Land draußen heißt. Wie es dazu kommen kann, das beschreibt Kevin Kuhn mit großer Klarheit und Nähe. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung nannte ihn kürzlich in der Liste der 20 wichtigsten Autoren unter 40.»Hikikomori ist kein tröstlicher oder erklärender Roman«, schreibt Nils Minkmar, »er schildert präzise die unlösbaren Fragen und lotet die Abgründe aus, die sich mitten in einer deutschen Wohnung unter wohlversorgten, gebildeten und sich liebenden Bürgern auftun können. Es ist große Kunst.«

Kevin Kuhn, *1981 in Göttingen, lebt in Berlin. Er hat Philosophie, Kunstgeschichte und Religionswissenschaften in Tübingen und Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim studiert. Seit 2010 ist er Lehrbeauftragter am dortigen Institut. Immer wieder hat Kevin Kuhn auch im Ausland gelebt, darunter längere Zeit in Alaska und drei Jahre in Mexico City.

Auszeichnungen:
2012 Gargonza Arts Award & Aufenthaltsstipendium
2010 Stipendium für das textwerk-Romanautorenseminar des Literaturhauses München

Veröffentlichungen:
Hikikomori, Roman, Berlin Verlag, Berlin, 2012